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Seit 40 Jahren summt es in Willis Garten

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Wenn meinen Bienen etwas passiert, kann ich das gar nicht gut haben.

Wenn es Winter wird, dann kehrt im Garten von Willi Ambrosius Ruhe ein. Die Natur legt sich schlafen, und in seinem Fall gehören dazu zwei Bienenvölker, die in der kalten Jahreszeit nur zu kurzen Ausflügen ihren heimatlichen Stock verlassen.

Erst wenn es wärmer wird, dann werden die beiden Völker emsiger und für Wille geht es wieder häufiger zu seinen Lieblingen. Zumeist ohne böse Überraschungen – nur einmal, da hatte eine Maus seine Völker vernichtet. „Ich hatte damals noch kein Gitter gegen Mäuse“, blickt er zurück und ergänzt „wenn meinen Bienen etwas passiert, dann kann ich das gar nicht gut haben“.

Leidenschaft begann mit Lektüre

Vor 40 Jahren begann seine Leidenschaft durch deinen Artikel im einer Zeitschrift des Landwirtschaftsverlags. „Ich habe regelmäßig Magazine des Verlags zu verschiedenen Themen gelesen. Und in einer Ausgabe wurde über vier Seiten ein Imker vorgestellt“. Und Willi, der schon immer gerne in der Natur war, wurde aufmerksam.

Sein erster Weg führte ihn zum örtlichen Imkereiverein in Emsdetten. Und auch noch heute würde er jedem, der sich für das Hobby interessiert, empfehlen, sich versierte Mitstreiter vor Ort zu suchen. „Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und bekam einen so genannten Imkervater zur Seite gestellt“.

Dieser begleitete ihm, gab ihm hilfreiche Tipps und auch das erste Volk erhielt Willi vom Verein. Und so manchen guten Rat, wenn sich die sonst so friedlichen Bienen dann doch mal „komisch“ verhalten.

Früher war Imkerei ein echter Nebenerwerb.

Raus aus der Alte-Männer-Ecke

Dass Imkerei ein Hobby für alte Männer ist, das war vor 40 Jahren korrekt. Heute, erzählt uns Willi, sieht das ganz anders aus. Längst sind haben auch viele Frauen und Jugendliche ihren eigenen Bienenstock. „Früher war das für die meisten Imker ein echter Nebenerwerb, mein Imkervater hatte 150 bis 200 Völker zu versorgen“.

Ich habe festgestellt, dass ich gegen Bienenstiche allergisch bin.

Bienenfreund trotz Allergie

Dass man sich als Imker gut schützen muss, weiß jeder. Willi legt aber vorsichtshalber noch eine zusätzliche Schutzschicht an. „Als ich am Anfang gestochen wurde, habe ich festgestellt, dass ich allergisch gegen Bienenstiche bin“, schmunzelt er.

Abgehalten von seinem Hobby hat ihn das keineswegs. Das war aber nicht das einzige skurrile Erlebnis.

„Mein Imkervater hat mir geraten, die möglichen Standorte für den Stock auf Wasseradern abzusuchen. Ich habe überhaupt nicht an sowas geglaubt. Dann hat er mir seine Rute mitgegeben und es hat tatsächlich geklappt“. Ob es nun am richtigen Standort liegt, dass seine Bienchen eher ruhige Zeitgenossen sind, das weiß er nicht.

Drohnen können sogar gestreichelt werden.

Im Schwarm besonders friedlich

Und was, wenn ein Stamm mal abhaut? Willi kennt auch die Geschichten von Völkern, die sich währen der Schwarmzeit im Mai und im Juni auf die Reise gemacht und verirrt haben. Erlebt hat er das zum Glück noch nicht. „Ich passe da immer sehr gut auf“. Und wenn doch? „Dann darf ein Imker jederzeit einen fremden Garten betreten, wenn sich ein Bienenvolk dorthin verirrt hat“, erklärt er.

Auffallen würde das ohnehin – dann so klein sie sind, so laut können die Bienen werden, wenn sie ausschwärmen und für ihre Königin eine neue Heimat suchen. Dann ist nämlich immer das komplette Volk unterwegs – inklusive einer kleinen Portion Honig.

„Theoretisch gilt dann – wer ein solches Volk findet, dem gehört es“, so Willi. Und er hat noch mehr faszinierende Fakten in petto. Denn wenn die Bienen im Schwarm unterwegs sind, sind sie besonders zahm. Ihr Augenmerk gilt dann nur dem Schutz der Königin.

Wer sich traut, könnte eine Biene dann theoretisch sogar streicheln. „Eine Drohen auf jeden Fall, die habe keinen Stachel. Und sie sind gut zu erkennen, denn sie sind größer als die restlichen Bienen.

Ein ansteckendes Hobby

Seinen Nachbarn hat er mit seiner Leidenschaft schon angesteckt. „Der ist mittlerweile ein viel besserer Imker als ich“, gibt es zu. Jetzt freut er sich erstmal auf den nächsten Frühling, wenn in seinem Stock wieder reges Treiben herrscht und er es davor gemütlich macht, um seine Schützlinge einfach zu beobachten.

Und seine Kollegen bei der Arbeit, die freuen sich auch. Denn diese werden von Willi regelmäßig mit leckerem Honig aus eigener Produktion versorgt.

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